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Osteopathie & Medizin


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14.03.2018

„Ich habe Rücken“

Wer kennt ihn nicht, diesen Ausruf von Hape Kerkelings Figur Horst Schlämmer.
Allerdings liegen Rückenschmerzen, laut aktuellem DAK-Gesundheitsbericht, als Teil der Muskel- und Skelett-Erkrankungen an Platz 1 aller Krankschreibungen. Es scheinen also viele Deutsche diesen Ausruf auch aus ihrem eigenen Alltag zu kennen.
Der Verband der Osteopathen Deutschland möchte aus diesem Grund am Tag der Rückengesundheit am 15. März auf die vielen Erfolge der Osteopathie im Bereich unspezifischer Rückenschmerzen hinweisen.
Diese Erfolge bewies eine Übersichtsstudie, die 2014 im englischen Fachjournal BMC Musculosketal Disorders, veröffentlicht wurde. Es war von statistisch signifikanten und klinisch relevanten Erfolgen die Rede. „Die Behandlungserfolge sind bedeutsam und eindeutig der ostheopatischen Behandlung zuzuschreiben.“
Als erfolgreich wurden dabei ein Rückgang der Schmerzen, sowie eine Verbesserung der Ausführung von Alltagsverrichtungen bezeichnet.
Behandelt wurden in diesem Zuge akute und chronische Rückenschmerzen im Allgemeinen, Rückenscherzen von Schwangeren und von Frauen nach der Geburt.
Die Übersichtsstudie beinhaltete insgesamt 15 Studien mit 1502 Teilnehmern.
Bedeutsam ist zudem, dass in keiner der Studien von Nebenwirkungen bei osteopathischen Behandlungen berichtet wurde.
Aber warum ist Osteopathie bei Rückenschmerzen so wirksam?
Zunächst ist die ganzheitliche Herangehensweise, die typisch ist für die Osteopathie, sehr hilfreich. Ziel ist es nicht, nur Symptome zu behandeln, sondern die Ursache für die Beschwerden zu finden. So muss die Ursache für den Rückenschmerz nicht zwangsläufig auch an der Wirbelsäule liegen. Ursache-Folge-Ketten können sogar einen organischen Auslöser bedingen. Aus diesem Grund untersucht ein Osteopath stets den gesamten Körper und bezieht auch die Ernährung und die Psyche des Patienten mit ein.

Dafür ist eines wichtig und das ist der Faktor Zeit. So ein ausführliches Anamnesegespräch dauert bei uns eine Stunde. Die eine oder andere Frage mag für manche zunächst überraschend sein, aber nur so erhält der Osteopath einen möglichst ausführlichen ersten Gesamteindruck von seinem Patienten. Sind diese soweit abgehandelt, beginnt die körperliche Untersuchung. Genauso wie die Behandlung geht es bei ihr um das Erspüren von Verklebungen, Verlagerungen usw.
Schon nach der Erstbehandlung kann der Patient meist deutliche Verbesserungen wahrnehmen.



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